Kalldorfer SPD im Bergwerk Kleinenbremen
Unterirdische Bahnfahrt in die Geschichte des Erzbergwerkes
Kalldorf. Das Wesergebirge in Kleinenbremen ist innen löcherig wie ein Schweizer Käse. Über Jahrhunderte haben die Bergleute das Eisenerz aus dem Berg geholt und dabei eine Vielzahl an Stollen und Abbaukammern geschaffen. Und unter welchen Umständen die Bergleute schuften mussten, war den Kalldorfern nach einem zweistündigen Marsch durch den Berg auch klar: Feucht und nass, dunkel, eng und gefährlich.Hinzu kam die körperlich schwere Arbeit. Die Bergleute kamen aus der näheren Umgebung. In der Regel waren es Kleinbauern, die von ihren kleinen Äckern allein nicht leben konnten. Was sie in mehr als vier Jahrhunderten bis 1984 geleistet haben, beeindruckte die Kalldorfer Sozialdemokraten schon. Auch wenn im 20. Jahrhundert verstärkt Spezialmaschinen eingesetzt wurden - sie sind in großer Zahl vor Ort noch vorhanden - es blieb dabei: die Arbeit war schwer, ungesund und gefährlich.
Mit der Grubenbahn, die das gebrochene Erz früher ans Tageslicht beförderte, legten die Sozialdemokraten einen Teil ihrer unterirdischen Tour in ausgesprochen engen Wagen zurück. Das geförderte Eisenerz wurde bis zur Betriebseinstellung des Bergweks „Wohlverwahrt“ zur Verhüttung nach Bremen und Osnabrück transportiert.
Die Ausflügler, denen sich auch eine Reihe von Nichtmitgliedern angeschlossen hatten, setzten ihre Reise mit einer Fahrt durch das Wesergebirge fort und landeten schließlich auf der Schaumburg, Stammsitz der Grafen von Holstein-Schaumburg. Nach einigen Erläuterungen zur schaumburgischen, lippischen , schaumburg/lippischen und hessischen Geschichte durch den Vorsitzenden Erhard Arning ließen sich die Ausflügler auf der Terrasse mit wunderschöner Aussicht auf das Wesertal zum gemütlichen Kaffeetrinken nieder.
Am Ende galt der Dank der Ausflügler Heinrich Blomberg, der die Fahrt organisiert hatte.








